In diesem Bergstraßenderby wäre ein Unentschieden, sowohl nach dem Spielverlauf als auch nach den Torchancen, das gerechte Ergebnis gewesen. Die Umstände des Gastgebersieges waren, dass die TSG einmal effektiver vor dem Tor war und dass es erneut ein Geschenk der Hemsbacher an ihren Gegner gab, wie es schon in den Spielen zuvor vorgekommen ist. Nach einer Hereingabe von links konnte SG-Schlussmann Paul Weber den Ball nicht festhalten. Der Ball entglitt ihm einen Meter vor der Torlinie aus den Händen, genau vor die Füße von Simon Stadlmüller, dem Bruder des Hemsbachers Lukas Stadlmüller. Und der sagte danke und schob den Ball zum 3:2 ins Tor. Da hat der Hemsbacher Torwart Weber wohl den Lukas mit dem Simon verwechselt und gedacht: Wenn der Lukas da steht, muss ich nicht so fest zupacken. Auch scheiterte ein Remis daran, dass Lukas Stadlmüller in der ersten Hälfte nur die Lützelsachsener Torlatte traf.
Simon Stadlmüller traf dreimal für die TSG und Lukas einmal für die SG. Das 1:0 fiel in der 9. Minute nach einem Angriff über links mit Querflachpass in die Mitte. Dann machte der Hemsbacher Stadlmüller das 1:1 in der 19. Minute aus 16 Metern. Das 2:1 fiel in der 33. Minute, nachdem eine Flanke von links in den SG-Sechzehner kam und Simon Stadlmüller so freistand, dass Mohamed Amallah nicht mehr rechtzeitig an den Tatort kam, um zu retten. Beim 2:2-Ausgleich in der 56. Minute hatte wieder einer der Stadlmüller-Brüder seinen Anteil daran: Es war der SG-Spieler Lukas, der 20 Meter vor dem TSG-Tor gefoult wurde und einen Freistoß herausholte, welchen Jan Röller unhaltbar über die Mauer ins Tor zauberte. Die Freude währte eine Minute, dann passierte Paul Weber, wie schon erwähnt, das Missgeschick zum 3:2-Siegtreffer für Lützelsachsen.
Kurz vor Schluss zog dann Blend Shala die Notbremse 20 Meter vor dem eigenen Tor, nachdem ein Lützelsachsener auf und davon war. In einer Straßenbahn zum Beispiel ist es zum Abwehren einer Gefahr erlaubt, die Notbremse zu ziehen, aber auf dem Fußballplatz wird man dafür mit der Roten Karte bestraft.
Aufstellung: Weber, Hyseni (81. Rettig), Krosanke (46. Pascarella), Amallah, Bytyqi (71. Yildiz), Jung, Stadlmüller (81. Mema), Reich, Kronauer, Röller (81. Kühner), Shala
Trainer: Roman Magel Co-Trainer: Anil Güner
Schiedsrichter: Christian Sälzler (SpVgg 07 Mannheim)


