Die SG Hemsbach fährt nicht so gerne nach Weinheim, denn seit 2022 gelang kein Sieg mehr gegen die TSG. Aber heute, da war man sich sicher, könnte etwas möglich sein. Denn Weinheim hat Personalprobleme und steht außerdem mit 0 Punkten am sechsten Spieltag an vorletzter Stelle in der Tabelle. Ein Spiel musste Weinheim wegen Personalmangels sogar absagen. Und bis zur 81. Minute hatte es sogar sehr gut ausgesehen, obwohl man heute nicht gerade die beste Leistung abrufen konnte.
In der ersten Hälfte erspielte sich Hemsbach mehr Chancen als die TSG. Kator und Reich verpassten mit ihren Abschlüssen nur knapp. Murat Kapucu hatte in der 31. Minute in einer Aktion zweimal die Gelegenheit, aussichtsreich im Strafraum zu schießen. Aber er zögerte jeweils, und somit konnte Weinheim klären. Der Weinheimer Lesbir steuerte in der 10. Minute allein auf SG-Torwart Manitz zu und ging zu Boden. Aber Schiedsrichter Nedzad Suljkanovic durchschaute den Täuschungsversuch und gab den Elfmeter nicht. Zumindest aber hätte er die Gelbe Karte zücken müssen, was er aber nicht tat. In der 43. Minute hätte Lesbir ein reguläres Tor machen können, aber Röller konnte ihn fünf Meter vor dem Tor gerade noch stören. Ansonsten war es eher eine bescheidene Partie von beiden Mannschaften.
Dann, mit Anpfiff der zweiten Hälfte, kamen die besten zehn Minuten der SG. In der 50. und 52. Minute machte Murat Kapucu seine beiden Chancen eiskalt rein. Und wenn Claas Kronauer kurz danach das 0:3 gemacht hätte, wäre es das gewesen. Aber er verpasste den Abschluss: Er hätte den Ball ins lange rechte Eck legen können, zögerte, und dann wurde vor dem linken Pfosten der Winkel zu spitz, sodass Torwart Lucas Kempa halten konnte.
Weinheim hatte auch Chancen. In der 65. Minute schoss Nico Szot den Ball an den linken Hemsbacher Pfosten, und SG-Torwart Manitz parierte den Nachschuss von Lesbir mit einer Glanzparade. Manitz musste in der Folgezeit noch zweimal eingreifen, um das Tor sauber zu halten. Mancher Weinheimer verzweifelte schon. Aber dann: In der 62. Minute wurde der Weinheimer Feldspieler Mohammadi ausgewechselt. Ersatztorwart Ghizzoni wurde eingewechselt und stellte sich ins Tor. Der etatmäßige Torwart, der bis hierher im Tor gespielt hatte, Kempa, wechselte ins Feld als Sturmspitze. Und dann machte ausgerechnet er den Anschlusstreffer zum 1:2 in der 81. Minute. Den Ausgleich in der 91. Minute stellte dann Wirth per direkt verwandeltem Freistoß her. Aber der Hemsbacher Isni Mema tauchte danach noch einmal frei vor dem Weinheimer Tor auf und schoss den Ball nur knapp links daneben.
Aufstellung: Manitz, Hyseni, Kühner, Stadlmüller (84. Kahveci), Jung (46. Bytyqi), Murat Kapucu (76. Schöbel), Reich, Kronauer (58. Mema), Röller, Kator, Shala
Trainer: Roman Magel (war heute verhindert), Co-Trainer: Anil Güner
Schiedsrichter: Nedzad Suljkanovic (PSV Mannheim)



