Endlich wieder ein Sieg nach vier verlorenen Spielen zuvor. Am Ende wurde es einer, der eigentlich – weil Viernheim Tabellenvorletzter ist – auch Pflicht war. Unter dem Strich war es ein Spiel auf Augenhöhe. In der zweiten Hälfte war Hemsbach dann besser als Viernheim, nämlich da, wo es drauf ankommt: im Ausnutzen der Torchancen.
Die erste Hälfte hätte statt 0-0 mindestens auch 2-2 ausgehen können. Gelegenheiten gab es genug auf beiden Seiten. Viernheim traf in der 30. Minute durch Steven Schreck per Kopfball nur die Latte. Durch Glanztaten von Torwart Marlon Seyfarth blieb der SG-Kasten in der ersten Hälfte sauber. Er meisterte Schüsse aus nächster Nähe, einmal konnte er den Ball nicht festhalten – da war es schon stark, ihn überhaupt abzuwehren. Im Nachhechten bekam er den Ball dann kurz vor der Linie unter Kontrolle. Dazu kamen noch ein oder zwei brenzlige Situationen, die Hemsbach überstehen musste.
Aber auch Hemsbach hatte seine Hochkaräter. Domenico Manniello war zweimal auf dem Weg zum Viernheimer Tor und konnte trotz Bedrängung jeweils am 16er abziehen – einmal knapp drüber, einmal hielt Torhüter Daniel Sopov. Dann die größte Chance durch Albnor Berisha: Rückpass von der rechten Torauslinie von Manniello an den Elfmeterpunkt. Berisha schob den Ball an den rechten Pfosten, von dort rollte er die Torlinie entlang zum linken Pfosten. Kurz davor lauerte Blend Shala und hätte einschieben können, wenn nicht ein Viernheimer in letzter Sekunde geklärt hätte. Auch Lukas Stadlmüller mit einem Schuss und Berisha mit einem Kopfball sorgten für Gefahr – der Torwart konnte beide Male nicht festhalten und hätte sich den Ball beinahe selbst ins Tor gelegt.
In der zweiten Hälfte haben dann die Hemsbacher Stürmer – und vor allem Jan Röller, der sonst selten trifft – ihre Antennen neu ausgerichtet und den Empfang auf Fine-Tuning gestellt. Es hat geholfen.
Das 0-1 erzielte Berisha, der trotz harter Bedrängung den Ball aus 15 Metern am herauseilenden Torwart vorbei rechts unten einschob. Jan Röller überwand den Viernheimer Torwart im Stile eines Torjägers zum 0-2. Und schließlich traf der eingewechselte Roman Magel, der die letzten Wochen krankheitsbedingt kaum trainieren konnte, zum 0-3. Der weiß genau, wo der Platzwart die Tore hingestellt hat.
Das zwischenzeitliche 1-2 durch Kamara fiel dann nicht mehr ins Gewicht.
Seyfarth Krosanke Stadlmüller Amallah Shala Jung Berisha (92.Kaspar) Reich (81.Magel) Röller Manniello (68.Pascarella) Rettig (46.Yildiz)
Trainer: Luciano Monachello, Co-Trainer: Roman Magel
Schiedsrichter: Ilker Terli


