Unsere Mannschaften

Noch kälter als an den vergangenen Spieltagen – und langsam stellt sich wirklich die Frage, wie viele Kleidungsstücke man beim Kinderfußball eigentlich übereinanderziehen kann. Immerhin begann der Spieltag diesmal erst um 11 Uhr und nicht schon um 9 Uhr.

Gespielt wurde im 3 gegen 3 auf vier Minitore. Weil elf fußballbegeisterte Kids dabei waren, konnten wir kurzfristig eine zweite Mannschaft melden. Weiß-Rot spielten Emma, Abeer, Franz, Jakob, Ibrahim und Felix. In Blau-Gelb liefen Mete, Jascha, Levin, Semi und Marven auf. Die unterschiedlichen Trikotsätze halfen dabei nicht nur den Gegnern, sondern manchmal auch uns Trainern, den Überblick zu behalten.

Im 3 gegen 3 gibt es keinen Torwart. Dadurch war Felix wieder als Feldspieler gefragt und musste dabei auch ein für ihn eher ungewohntes Foul einstecken. Semi konnte nach den ersten Spielen verletzungsbedingt leider nicht weitermachen.

Jascha überraschte uns und besonders seinen Gegner mit einem Lupfer über dessen Kopf. Seine trockene Analyse danach: „Er hätte mich angreifen sollen.“. Levin dribbelte mehrfach vor den Füßen der Gegenspieler den Ball hin und her und hielt sie auf Abstand, um dann an seine mittlerweile frei stehenden Teamkollegen zu passen. Auch andere Kids lockten ihre Gegner an, indem sie den Ball zunächst auf der Stelle zwischen den Füßen dribbelten – und drückten dann plötzlich aufs Gaspedal, gingen vorbei oder spielten den Pass. Vor dem eigenen Tor wurde sich mit vollem Körpereinsatz in die Schüsse geworfen oder auf dem Rasen hinterhergerutscht.

Natürlich freuen sich die Kinder über jedes Tor. Trotzdem soll im Kinderfußball nicht das Ergebnis bestimmen. Wer nur Tore zählt, übersieht schnell die guten Pässe, mutigen Versuche, klugen Entscheidungen und Fortschritte im Zusammenspiel. Manchmal führen die eigenständigen Entscheidungen der Kids auch zu einem schnellen Eckball, den wir Trainer so gar nicht vorgesehen hatten – und anschließend zu einem Gegentor. Aber auch das gehört dazu: Die Kinder sollen lernen, das Spiel selbst zu gestalten.

Das Zusammenspiel im Team funktioniert übrigens auch unter den Eltern: Fahrgemeinschaften, das Abholen anderer Kinder und das Helfen beim Schuhe binden, Kinder trösten und aufmuntern funktioniert untereinander. Praktisch, nachhaltig und ein schönes Zeichen dafür, dass unsere F2 auch abseits des Rasens immer mehr zu einem Team wird.